Zukunft des Spiels

In der aktuellen Making Games, eine Zeitschrift für Spielemacher, geht es um die Zukunft des Spiels, es werden Fachkundige wie einer der drei Crytek (Far Cry, Crysis) Gründer Cevat Yerli oder der Ubisoft Deutschland (ANNO, Siedler) Geschäftsführer Ralf Wirsing interviewt. Bei den Interviews stellen die Hohen der deutschen Spieleindustrie mehr oder weniger Prognosen für das Jahr 2015. Cevat Yerli ist zum Beispiel die Meinung, dass Spiele zwar technisch gesehen einen enormen Wachstum hinlegen und Filme wie Avatar und Spiele nicht mehr zu unterscheiden sind, dafür aber auch die Spielzeit drastisch sinken werden. Statt sechs Stunden sollen es nur noch zwei sein. Der Grund dafür ist einfach: Ein Spiel, das zwei Stunden braucht statt sechs, benötigt auch viel weniger Entwicklungszeit und viel weniger Budget. Somit kommen Fortsetzungen viel schneller, das erreicht mehr Kunden. Das Spiel kann für 20 € verkauft werden und mehr Leute können es sich leisten. Außerdem sieht Cevat die Zukunft eher in Onlineverkäufen als im Spieleregal. Spieler wollen keine Disks mehr in den Händen halten, ihnen reicht es ein Spiel auf Steam zu kaufen und es herunterzuladen. Cevat muss es wissen, seine Spiele sind seit Gründung im Jahr 1999 immer erfolgreich gesehen, Crysis gilt noch heute als eines der technisch besten Spiele und Crysis 2 wird das erste Spiel mit 3D Effekten sein, vorausgesetzt man hat den richtigen Fernseher. Auch sieht er das iPad als sehr interessant und könnte sich Strategiespiele gut darauf vorstellen. Ein sehr interessanter Gedanke, den ich befürworte. Cevat hält es außerdem für wahrscheinlich, dass 2012 bzw 2013 die neue Konsolengeneration auf den Markt treten wird.

Es wurde in einem anderen Interview auch über Spielestreaming geredet. Bei dem Spielestreaming besitzt der Spieler das Spiel nicht, er bezahlt für die Spielzeit. Er muss das Spiel nicht zuhause installieren, sondern es läuft auf speziellen Servern und wird über das Internet zum Spieler gebracht. Es ist also mit Spielestreaming möglich, Crysis 2 auf einem kleinen Netbook in hochauflösender Grafik zu spielen – ein sehr interessanter Gedanke. Allerdings nichts für mich. Ich halte mein Spiel gerne in den Händen. Ich kaufe mir das Spiel generell nicht online über Steam oder sonstwas, sondern ich besorge mir sie immer noch klassisch aus dem Laderegal oder einem Shop. Da ich gerne eine Disk habe, die mir das Gefühl gibt, wirklich etwas gekauft zu haben. Und wahrscheinlich sehen das viele andere auch so. Außerdem muss ich dafür ständig mit dem Netz verbunden sein, so wie bei Ubisofts „tollem“ Kopierschutz.

Was erhofft ihr euch für das Jahr 2015 in Sachen Gaming?

Ich wünsche allen viel Spaß auf der Gamecom 😉

 

How-To: Automatisches MySQL Dump FTP-Backup

Hallo,
da bei vielen Anwendungen nicht nur Dateien sondern auch Datenbanken wichtig sind, ist es auch enorm wichtig diese mitzusichern. Eine einfache Möglichkeit um MySQL Datenbanken in der Shell zu sichern ist es, einen MySQL Dump anzulegen. Das geht schnell und einfach – mit diesem Tool kann man einzelne Datenbanken und ganze Server sichern und wiederherstellen.
Das per Hand zu machen wäre eine Heidenarbeit, ein Cronjob ist deshalb eine enorme Entlastung.
Gerne hat man aber mehrere Datenbanksicherungen zur Verfügung, falls ein Fehler in dem Dump vorliegt und dieser irreperabel ist. Es ist also intelligent mehrere Dumps hochzuladen und sie nach dem aktuellen Datum + evtl. dem DB-Namen. Für das Datum gibt es in der Shell ‚date‘. Mit date kann das Datum in verschiedenen Formaten ausgegeben und bspw. in einer Variable abgespeichert werden. Um das dann schließlich auf einen FTP-Server hochzuladen, benötigen wir zum Autoeinloggen einen Eintrag in der ~/.netrc. Dann können wir einfach mit wput den Dump hochladen. Auf meinem Ubuntu System ist wput standardmäßig nicht installiert, wir können es aber ganz einfach mit ’sudo apt-get install wput‘ nachinstallieren.

Um uns das ganze zu vereinfachen und nicht jedes Mal die ganzen Befehle einzugeben, erstellen wir ein einfaches Shell-Script.
Da wir per wput im Script hochladen und während des Vorgangs nichts eingeben können, immerhin ist es automatisiert, benötigen wir die erwähnte ~/.netrc. In ihre konfigurieren wir die Login Dateien.
~ steht immer für das Homeverzeichnis des angemeldeten Users. In meinem Fall ist das /home/dominic/. Heißt also die File ist in Wirklichkeit /home/dominic/.netrc
Im Normalfall ist diese leer. Hier schreiben wir den Host-, Loginnamen und das Passwort rein:

machine: ftp.domain.com
login: LOGIN
password: PASSWORD

Die richtigen Rechte sind 600. Die setzen wir mit “ chmod 600 ~/.netrc“.
Danach ist es uns möglich, ohne Password oder Login auf dem FTP Server, hier ftp.domain.com, einzuloggen.

Da wäre nur noch das eigentliche Script. Hier ist es einfach mal schnell runtergeschrieben, die Erklärung erübrigt sich dank der Kommentare.
Vorweg: Bei mysqldump ist es enorm wichtig, dass Passwort direkt und ohne Leerzeichen hinter -p zu schreiben, sonst kommt ein Syntax Error.

#!/bin/sh
#MySQL-Dump Backupscript

#Schreiben des aktuellen Datums im Format DD.MM.YYYY in eine Variable
today=$(date +%d.%m.%Y)

#Erstellen eines MySQL Dump einer einzelnen Datenbank
mysqldump –database DBNAME -u USER -pPASSWORD

#Falls nicht vorhanden wird wput installiert
apt-get install wput

#Hochladen des Dumps
wput $today ftp://ftp.domain.com

Zum Schluß kommt noch der Cronjob.
Dazu editieren wir die Crontabelle mit „crontab -e“

55 23 * * * sh /PFAD/ZUM/SCRIPT.sh

Wenn ihr alles richtig gemacht habt, dann startet jeden Tag um 23:55 Uhr ein Cronjob, der einen MySQL-Dump der von euch ausgewählten Datenbank macht.

Fehler oder Anmerkungen bitte in die Kommentare schreiben!

Nachtrag:

Wenn ihr euren Dump nicht nur nach dem aktuellen Datum benennen wollt, sondern z.B. auch nach der Datenbank, so könnt ihr den Namen einfach an „date +%d.%m.%Y“ hängen. Beispiel: „date +%d.%m.%Y-bthost.sql“ gibt 12.08.2010-bthost.sql aus. Außerdem könnt ihr die Darstellung des Datums auch variieren, schaut dazu am besten in die Man-Page von date.

 

Was ist Virtualisierung

Seit Mitte letzten Jahres beschäftige ich mich intensiv mit Virtualisierung. Es fing mit der Virtualbox an und ist derzeit bei zwei Xen Servern auf denen verschiedene Windows Server Versionen laufen. Damit teste ich Desktop Virtualisierung. Als IT-Schüler bekomme ich kostenlosen Zugriff auf die meisten MS Systeme.
In der Zeit haben mich viele Freunde gefragt, was eigentlich Virtualisierung ist und wer so einen Mist braucht.

Es gibt noch heute in der IT-Welt ein großes Problem: Viele Applikationen wollen unterschiedliche Systeme: Warenwirtschaftssysteme erwarten irgendein Windows, Webserver sind aber gerne auf einem Linuxkernel. Da ist immer das Problem, dass man zwei Server braucht, Hard- und Softwareseitig. Das ist teuer und uneffizient. Zwei Server fressen den doppelten Strom, benötigen doppelte Kühlung, haben die doppelten Anschaffungskosten und langweilen sich.
Dagegen hilft Virtualisierung.
Der sogenannte Hypervisor, das ist die Virtualisierungssoftware, setzt entweder direkt auf der Hardware auf (z.B VMware ESXi) oder ist ein normales Program in einem bereits installierten Betriebssystem (z.B. VMware Server, Virtualbox). Dieser Hypervisor teilt die Hardware auf. Mit ihm ist es möglich, aus einem Hostsystem mit beispielsweise einem vier Kern Prozessor, 16GB RAM und einer Terrabyte Festplatte zwei Server mit je zwei Kernen, 8GB RAM und 500GB Festplatten Speicher. Jede Kombination ist möglich. Wieviele verschiedene virtuelle Maschinen möglich sind, hängt vom Hypervisor und der, falls vorhanden, Lizenz ab.

Der Hypervisor teilt einen realen Host also in mehrere virtuelle Guests auf. Es ist also möglich, mehrere Betriebssysteme auf ein und der selben Hardware zu installieren. Jeder Guest kann ein eigenes Betriebssystem bekommen. So können zum Beispiel das genannte Warenwirtschaftssystem und der Webserver friedlich nebenher laufen.
Ein weiterer Vorteil ist auch, dass die Server ganz einfach auf einen neuen Host umziehen können. Dazu müssen, wenn überhaupt, die Guests nur exportiert werden und auf dem neuen Host wieder importiert werden. Voraussetzung dafür ist nur, dass der Hypervisor entweder der gleiche ist, oder ein Konverter verfügbar ist.
Es gibt neben der herkömmlichen Server Virtualisierung mittlerweile auch Applikationen- oder Desktopvirtualisierung.
Bei der Applikationenvirtualisierung wird für den Benutzer kein ganzer Server virtualisiert, sondern nur eine einzelne Applikation wie z.B. Word. XenApp von Citrix ermöglicht das.
Die Desktopvirtualisierung stellt dem Benutzer einen eigenen Desktop zur Verfügung. Der Benutzer kann sich über einen Miniclienten auf seinen eigenen Desktop verbinden. Das ist mit einem Terminalserver vergleichbar, allerdings hat der Benutzer hier einen komplett eigenen Desktop und nicht nur eine Sitzung. Das ermöglicht XenDesktop ebenfalls von Citrix. Hierzu werdet ihr bald aber mehr erfahren.
Das neumodische Cloudcomputing basiert ebenfalls auf Virtualisierung. Hier ist es wichtig Hardware immer an den derzeitigen Bedarf angepasst zur Verfügung zu stellen. Virtualisierung eignet sich dafür natürlich hervorragend. Voraussetzung dafür ist ein Hardwarepool.

 

Viele Fehler, aber schnell

Intel hat verlauten lassen, dass sie an einem System arbeiten, durch welches Rechenfehler korrigiert werden.
Das hat folgenden Nutzen: Dreht man die Spannungszahl und somit auch den Takt eines Prozessors hoch, so entstehen Fehler. Halbleiter, aus welchen Chips, also auch Prozessoren, bestehen neigen bei hoher Spannung nämlich zu starken Normabweichungen, bedeutet Fehlern.
Ähnliches passiert bei zu niedriger Spannung: Vieles kommt einfach nicht da an, wo es soll.
Die Intel-Forscher rund um Jim Tschanz haben eine Möglichkeit entdeckt, die Fehler vorher abzufangen. Resilient Computing nennen sie das.
Dafür wurde ein Chip gebaut, welcher auf einem offenen RISC Design basiert. Er wurde allerdings um einige Schaltungen erweitert, so gehören auch Timer dazu, die die Signallaufzeiten messen. So kann man ziemlich einfach messen, ob ein Fehler aufgetreten ist oder nicht, denn: Ist es außerhalb des normalen Bereichs, muss es sich um einen Fehler handeln.
Der Prozessor ist dann auch in der Lage, diese Fehler zu korrigieren, er passt sich an seine Rechnungen an. Daher nennt Intel das Konzept treffend auch „self-tuning processor“.
Wenn also ein Fehler entdeckt wird, wird die Pipeline geleert, der Takt gesenkt und der Befehl neu angestoßen.
Es soll schon jetzt möglich sein, den Takt um satte 666 MHz zu steigern. Und das ist nicht wenig!

 

Killerspiele „Abartig und gefährlich“

Jetzt hatte ich schon etwas Hoffnung, dass sie unsere Leute in Berlin etwas beruhigen und die Dinge mal informiert betrachten.
Killerspiele seien „abartig und gefährlich“, meint der nette baden-würtembergische Innenminister Heribert Recht.
Ein schärferes Waffengesetz lehnt er ab, dafür aber will er Killerspiele verbieten.

Wann lernen die Leute denn endlich, dass nicht die Spiele an Greueltaten wie Winenden schuld sind, sondern die Täter?
Ein Verbot käme der Zensur gleich, die ja durch die Indizierung von Spielen teilweise bereits stattfindet.
Vielleicht sollte man mehr Schulpsychologen einstellen, die direkt an den Schulen interagieren und „Problemkinder“ besser filtern und dann betreuen können. Aber dafür hat der Staat ja kein Geld, lieber eine unsinnige Abwrackprämie einführen.

Eine Verschärfung des Verkaufs von Spielen an Minderjährige hielte ich für deutlich erfolgreicher und besser.
Eine Aufklärung der Eltern über solche Spiele würde auch mehr helfen als ein Verbot.
Denn wie wir alle wissen ist jedes Spiel auch herunterladbar. Und will die Regierung alle Torrent-Tracker mit ihrer dämlichen DNS-Sperre „wegschließen“?
Ich weiß das noch aus Kindertagen, alles, was verboten ist, ist umso reizvoller.

Damit beende ich meinen heutigen Beitrag.
Ich wünsche ein schönes Wochenende, denn ich fahr morgen zur CeBIT nach Hannover, Montag gibts dann einen kleinen Bericht 😉

 

Vorratsdatenspeicherung – Adieu | Internetstaatsminister

Hui, da ist sie wieder weg. Zum Glück.
Das Verfassungsgericht in Karlsruhe hat den rund 32.000 35.000 Klägern zugestimmt und sieht die Vorratsdatenspeicherung als verfassungswidrig und fordert zum sofortigen Löschen der Daten auf. Das Gericht meint, das Gesetz sei unvereinbar mit dem Telekommunikationsgeheimnis.
Die Unternehmen freuen sich, halten aber auch direkt wieder die Hand auf.
Immerhin hätten sie Millionen von Euro für die Technik bezahlt, die für sie jetzt keinen Nutzen mehr hätte.
Ich freu mich. Anscheinend herrscht doch noch etwas Demokratie in Deutschland.
Die Regierung sollte das einfach mal als Chance lassen, so können sie doch am besten Schäubles Sicherheitspolitik hinter sich lassen.

Der IT-Verband Bitcom fordert einen Internetstaatsminister, ähnlich dem Kulturstaatsminister. Mittlerweile sei ein solcher aufgrund der fehlenden Koordinierung und des ständigen Hin und Hers bei Themen mit Bezug zum Internet.
Ich halte so etwas derzeit für Quatsch. Vorstellen könnte ich mir allerdings, dass der Kulturstaatsminister das Thema Internet in seinen Aufgabenbereich übernimmt. Denn Internet ist doch auch heute schon ein Stück Kultur, oder?

 

Flashen – ein Verbrechen?

Hui, das Wochenende fängt ja gut an.
Ein Bekannter hat mir gerade via ICQ einen Link zu einem Artikel von Gulli.com geschickt, wo es um die Firma GameTop aus Sankt Augustin geht. GameTop hat anscheinend was gegen private Flasher und hat deshalb über eine Anwaltskanzlei verlauten lassen, dass so etwas nicht erwünscht sei. Jedenfalls indirekt. Was genau passiert ist, lest ihr besser auf Gulli nach.
Ich bin war selbst schon öfters Kunde bei GameTop, das ist ein kleiner Laden in Sankt Augustin, der Stadt, in der auch das GSG9 stationiert ist, nur mal so am Rande. Es ging immer alles ganz schnell und die Preise waren auch akzeptabel.
Eigentlich dachte ich, ich hätte einen guten Händler gefunden. Immerhin hab ich mir bei ihnen auch meine Werkzeuge zum Flashen von Xboxen besorgt.
Ganz ehrlich: Wie kann man nur so derartig dumm sein? Ghandy hat schon sehr gut angemerkt, dass es durchaus möglich ist, dass das ganze nach hinten los geht. Denn nach dieser Aktion werden mit Sicherheit mehr als ich nichts mehr bei GameTop kaufen. Und ein paar andere werden einen eigenen Shop aufmachen, auch wenn das die Minderheit sein wird.
Wie oft hab ich das eigentlich schon diese Woche gesagt? Was ist nur aus Deutschland geworden?

 

Der Zensurwahn kommt!

Fast schon pünktlich zum Inkrafttreten des Zugangserschwerungsgesetzes wurde heute bekannt, dass Apple rund 5.000 Apps aus dem Appstore schmeißt.
Wegen des iPads soll der AppStore familienfreundlicher werden.
Was familienfreundlich ist, ist relativ. Für mich ist Zensur nicht familienfreundlich, und genau so wirkt die Aktion der Kalifornier. Nackte Haut ist verboten, jede App, die sich dagegen sträubt, wird einfach entfernt. Die Bild z.B. muss ihre Seite 1 Mädchen zensieren, da sonst der Rauswurf droht. Und das obwohl die selben Bilder jeden Tag in jedem Kiosk von jedem Kind gesehen werden können.
Es heißt, dass alles was sexuell erregend anregend ist nicht erwünscht sei und entfernt wird.
Dazu gehören auch Frauen in Bikinis und sogar Worte wir „Babe“.
Gut, dass ich kein einziges Produkt von Apple habe, das hier bestätigt mich dabei nur weiterhin. Ich bin vollkommen gegen jegliche Zensur, was möchte Apple damit bewirken? Scheint ja schon fast so, als wollten sie Abneigung.
Aber genug von Apple, sprechen wir doch mal über das Zugangserschwerungsgesetz.

Seiten per DNS Sperre unzugänglich machen? Vielleicht sollten wir den Herren an der Macht mal erklären was DNS überhaupt ist.
Microsoft vollzieht sowas schon seit der Xbox 360, wenn nicht sogar länger, um Stress mit der USK aus dem Weg zu gehen. Es werden alle Downloads indizierter Spiele auf dem XBL Marktplatz in Deutschland gesperrt.
Und das auch per DNS, wie ich damals herausfinden konnte. Als Gears of War Spieler fand ich das natürlich schlecht. Zusammen mit einem Freund stellte ich als erster eine funktionierende Lösung zur Umgehung dieser Sperre online, dabei setzten wir VPN ein. Leider existiert das Forum nicht mehr, unsere Idee wurde gestohlen und weiterhin von anderen als eigene vermarktet.
Naja, aber das ist ein anderes Thema.
Was ich damit sagen will, und was auch schon hunderte vor mir gesagt haben, das Gesetz ist Schwachsinn! Jeder perverse, der sich sowas ansehen will, wird das auch weiterhin können. Z.B. per VPN.
Ich greif da gerne die Forderung der Piratenpartei „Löschen statt sperren“ auf. Kinderpornos braucht kein Mensch, die zu löschen ist auch keine Zensur.
Aber damit nicht genug haben sich unsere intellektuell überragenden Politiker noch ein schönes Gesetz ausgedacht: Das Internet soll Öffnungszeiten bekommen. Außerdem soll jede Seite eine Alterskennzeichnung erhalten. Die Stufen sind wie bei der USK 6, 12, 16 und 18. „Entwicklungsbeeinträchtigende“ Inhalte ab 16 Jahren sollen nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verfügbar sein. Nach einer Altersverifizierung natürlich. Außerdem sollen alle „sozialen Netzwerke“ stärker kontrolliert werden. Auf Deutsch: Alle Blogger, die Kommentare erlauben müssen genau darauf achten, was gepostet wird. Denn sie tragen die Verantwortung. Dann könnten wir uns verabschieden. Foren würde es dann auch nicht mehr geben.
Das beste kommt aber noch: Die Provider stehen dann in der Pflicht, jeden Inhalt des Webs aus dem Ausland zu filtern.
Ähm, ja. Ich sag mal nichts dazu.
Ich glaub ich setz schonmal den Toggolino Club als neue Startseite…

Was ist nur los mit der Welt? Lernt sie nie aus der Vergangenheit? Müssen wir uns an China orientieren?

Ich glaub ich zieh nach Namibia, da haben die solche Sorgen noch nicht.

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz

http://www.wolfsoft.de/vbulletin/showthread.php?t=20492
http://blog.odem.org/2010/01/12/Arbeitsentwurf-JMStV–Stand-2009-12-07.pdf

Update:
Oh, anscheinend wurde die Gesetzesvorlage „entschärft“. Aber trotzdem, allein, dass man auf so eine Idee kommt, zeigt die Inkompetenz gewisser Personen.

 

Linux is for communists

Hach, was bin ich doch froh, dass die Dummheit noch nicht ganz auf dieser Welt augestorben ist.
Wie sonst könnten wir über die Ultrarechten der USA lachen?
Ich bin eben zufällig über einen Artikel eines „Kollegen“ aus dem Jahr 2006 gestoßen.
Der Autor des Artikels ist der Ansicht, wir Eurpäer würden die amerikanische Computer Branche hassen und versuchen mit Linux die Kontrolle über die amerikanischen Computer zu erlangen.

Like all the greatest American engineering, it’s an example of innovation that makes a growing group of European and Chinese hackers jealous. They hate our lead in computing technology and will stop at nothing until they have control of all of our computers. I’m talking about a project called ‘Linux’, something you may not have encountered, but might do some day.

Wie alle genialen amerikanischen Erfindungen, ist es ein Beispiel für eine Innovation, die eine größerwerdende Gruppe von europäischen und chinesischen Hackern eifersüchtig macht. Sie hassen unsere Führung der Computer-Technologie und werden mit nichts aufhören, bis sie die Kontrolle über all unsere Computer haben. Ich rede über ein Projekt mit dem Namen „Linux“, manche haben vielleicht schon von gehört, andere werden vielleicht noch von hören.

Ich möchte jetzt nicht weiter auf den Artikel eingehen, das wurde ja schon wunderbar gemacht.
Der Blog wird bei mir im FF 3.6 schlecht formatiert angezeigt, warum das so ist, weiß ich nicht, spielt auch keine Rolle, passt für mich irgendwie aber auch zu den netten Autoren dort.
Jedenfalls, rechts hab ich dann noch schnell einen Link mit dem Titel Ubuntu gesehen.
Da geht es weiter mit der Linux-Hetze.

It looks almost exactly the same as the previous version lacking any of the visual style, reliability and advanced features of the industry standard Windows Vista.

Es sieht ganz danach aus, als fehle jeder visuelle Style, jede Zuverlässigkeit und alle erweiterten Features des Standards der Industrie: Windows Vista.

Ganz ehrlich? Ich sehe das genau andersrum.

We decided to look under the hood of Linux to see if this ‘Samizdat’ operating system concealed any notable secrets. According to the anonymous ?.t.xt? file that came with the disk this OS had a new feature called ?Completely Fair Scheduler? – after a great deal of research we were able to conclude that this was an attempt to bring the principles of Marxism onto your PC. The Linux nerds are upset that some people have faster computers than others, so this new feature takes processing power from fast computers and donates them to people who have slower computers.

Wir haben uns dazu entschieden, einen Blick unter die Haube dieses „Samisdat“-Betriebssystemes um zu sehen, ob es irgendwelchen verborgenen Geheimnisse hat. Nach der beiligenden anonymen „t.xt“-Datei, hatte das BS ein neues Feature namens „Completely Fair Scheduler“ – nach etwas Nachforschung waren wir in der Lage daraus zu schließen, ist das ein Versuch, die Prinzpien des Marxismus auf den PC zu bringen. Die Linux Nerds sind darüber aufgebracht, dass manche Leute schnellere Computer als andere haben, dieses neue Feature nimmt Rechenleistung von schnellen Computer und spendet sie zu Leuten, welche einen langsamen Computer haben.

Jetzt dreht er völlig durch, angeblich hat er sich ja informiert. Blöd nur, dass CFS was komplett anderes ermöglicht.

Finally we notice that Ubuntu Linux is the first OS to come bundled with software that runs Bit-torrent: As we previously reported this is software used by European pirates to rip off American industry and steal bandwidth from telcos to distribute porn. Once again we should compare Window’s sensible bundling strategy, in which only basic system tools such as a web-browser are integrated into the core-operating system. What on earth possessed the Linux kernel developers to add ?low-level? support for BitTorrent, unless of course this is a European plan to incriminate us all.

Außerdem bemerkten wir, dass Ubuntu Linux das erste Betriebssystem ist, in das direkt BitTorrent-Software gepackt ist: Wie wir vorher schon berichtet haben, wird diese Software von Europäischen Piraten benutzt um die amerikanische Industrie zu schädigen und um Bandweite zum Veröffentlichen von Pornos zu stehlen. Wieder einmal sollten wir Windows sensible Software Strategie betrachten, dort werden nur Tools wie ein Webbrowser direkt in das Kern-System integriert. Was hat die Linux Kernel Entwickler dazu gebracht, „low-level“ Support für BitTorrent zu betreiben?

Und wieder die bösen Europäer mit ihrem bösen BitTorrent.

So, jetzt aber genug Zitate.

Witzig finde ich übrigens, dass der Server tatsächlich noch immer unter Linux läuft. Auch die kleine Liste mit den Präsidentenkandidaten ist nicht ganz unlustig.
Ich starte gleich meinen PC mit dem Betriebssystem der UK-Terrorzelle Canonical und schau auch mal auf unserem Server mit dem selben OS vorbei.


Ergänzung:

Wow, er benutzt also auch Pidgin als Messenger! Dieser böse linke Terrorist!
Man sehe sich die Schnellstartleiste an.

Our blog (the one you are reading right now) is hosted on windows vista.

Es gibt eine Windows Vista Server Edition? Echt?

Ich hab noch schnell die Zitate grob übersetzt 😉

Links:

http://klti.de/blog/2006/05/01/linux-kommunisten-nazi-kram

http://shelleytherepublican.com/2006/04/20/linux-a-european-threat-to-our-computers-by-tristan.aspx
http://shelleytherepublican.com/problems/the-definitive-review-of-ubuntu-linux-804-hardy-heron
http://www.linux-foundation.jp/uploads/seminar20080709/lfjp2008.pdf
http://www.shelleytherepublican.com/phpinfo.php

 

VMware ESXi 4

Hallo,
grade hab ich für BTHost auf unserem Hetzner Server ESXi installiert, nachdem ich es ja schon gestern für BattleFright gemacht habe.
Hat super geklappt, ein schönes System, sogar die Netzwerkconfigs waren spielend einfach gemacht. Endlich kein Rumgebastle mehr mit VMware Server 2. Gut, das ist dann jetzt auch 15 € im Monat teurer (Flexi-Pack), dafür klappt das gut, das Flexi-Pack hätte ich sowieso bald gebraucht.
Connecten kann man leider nur unter Windows, dafür braucht man den „VMware vSphere Client 4.0“, der auch schön einfach zu bedienen ist.
Sonntag zieht BTHost dann endlich wieder auf den Server, dann sollten alle Probleme gelöst sein.
Dann setz‘ ich auch mal, wenn ich denn dann noch Zeit habe, einen ESXi in einer VM auf, damit ihr euch das mal ansehen könnt. Ist quasi ein Betriebssystem nur auf virtualisierung ausgelegt, ähnlich wie Xen.
Xen wollte ich nicht benutzen, ich bin VMware gewohnt und wechsle nur ungerne etwas, das schon funktioniert.

Wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Fragen könnt ihr ruhig stellen.