Flashen – ein Verbrechen?

Hui, das Wochenende fängt ja gut an.
Ein Bekannter hat mir gerade via ICQ einen Link zu einem Artikel von Gulli.com geschickt, wo es um die Firma GameTop aus Sankt Augustin geht. GameTop hat anscheinend was gegen private Flasher und hat deshalb über eine Anwaltskanzlei verlauten lassen, dass so etwas nicht erwünscht sei. Jedenfalls indirekt. Was genau passiert ist, lest ihr besser auf Gulli nach.
Ich bin war selbst schon öfters Kunde bei GameTop, das ist ein kleiner Laden in Sankt Augustin, der Stadt, in der auch das GSG9 stationiert ist, nur mal so am Rande. Es ging immer alles ganz schnell und die Preise waren auch akzeptabel.
Eigentlich dachte ich, ich hätte einen guten Händler gefunden. Immerhin hab ich mir bei ihnen auch meine Werkzeuge zum Flashen von Xboxen besorgt.
Ganz ehrlich: Wie kann man nur so derartig dumm sein? Ghandy hat schon sehr gut angemerkt, dass es durchaus möglich ist, dass das ganze nach hinten los geht. Denn nach dieser Aktion werden mit Sicherheit mehr als ich nichts mehr bei GameTop kaufen. Und ein paar andere werden einen eigenen Shop aufmachen, auch wenn das die Minderheit sein wird.
Wie oft hab ich das eigentlich schon diese Woche gesagt? Was ist nur aus Deutschland geworden?

 

Der Zensurwahn kommt!

Fast schon pünktlich zum Inkrafttreten des Zugangserschwerungsgesetzes wurde heute bekannt, dass Apple rund 5.000 Apps aus dem Appstore schmeißt.
Wegen des iPads soll der AppStore familienfreundlicher werden.
Was familienfreundlich ist, ist relativ. Für mich ist Zensur nicht familienfreundlich, und genau so wirkt die Aktion der Kalifornier. Nackte Haut ist verboten, jede App, die sich dagegen sträubt, wird einfach entfernt. Die Bild z.B. muss ihre Seite 1 Mädchen zensieren, da sonst der Rauswurf droht. Und das obwohl die selben Bilder jeden Tag in jedem Kiosk von jedem Kind gesehen werden können.
Es heißt, dass alles was sexuell erregend anregend ist nicht erwünscht sei und entfernt wird.
Dazu gehören auch Frauen in Bikinis und sogar Worte wir „Babe“.
Gut, dass ich kein einziges Produkt von Apple habe, das hier bestätigt mich dabei nur weiterhin. Ich bin vollkommen gegen jegliche Zensur, was möchte Apple damit bewirken? Scheint ja schon fast so, als wollten sie Abneigung.
Aber genug von Apple, sprechen wir doch mal über das Zugangserschwerungsgesetz.

Seiten per DNS Sperre unzugänglich machen? Vielleicht sollten wir den Herren an der Macht mal erklären was DNS überhaupt ist.
Microsoft vollzieht sowas schon seit der Xbox 360, wenn nicht sogar länger, um Stress mit der USK aus dem Weg zu gehen. Es werden alle Downloads indizierter Spiele auf dem XBL Marktplatz in Deutschland gesperrt.
Und das auch per DNS, wie ich damals herausfinden konnte. Als Gears of War Spieler fand ich das natürlich schlecht. Zusammen mit einem Freund stellte ich als erster eine funktionierende Lösung zur Umgehung dieser Sperre online, dabei setzten wir VPN ein. Leider existiert das Forum nicht mehr, unsere Idee wurde gestohlen und weiterhin von anderen als eigene vermarktet.
Naja, aber das ist ein anderes Thema.
Was ich damit sagen will, und was auch schon hunderte vor mir gesagt haben, das Gesetz ist Schwachsinn! Jeder perverse, der sich sowas ansehen will, wird das auch weiterhin können. Z.B. per VPN.
Ich greif da gerne die Forderung der Piratenpartei „Löschen statt sperren“ auf. Kinderpornos braucht kein Mensch, die zu löschen ist auch keine Zensur.
Aber damit nicht genug haben sich unsere intellektuell überragenden Politiker noch ein schönes Gesetz ausgedacht: Das Internet soll Öffnungszeiten bekommen. Außerdem soll jede Seite eine Alterskennzeichnung erhalten. Die Stufen sind wie bei der USK 6, 12, 16 und 18. „Entwicklungsbeeinträchtigende“ Inhalte ab 16 Jahren sollen nur zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verfügbar sein. Nach einer Altersverifizierung natürlich. Außerdem sollen alle „sozialen Netzwerke“ stärker kontrolliert werden. Auf Deutsch: Alle Blogger, die Kommentare erlauben müssen genau darauf achten, was gepostet wird. Denn sie tragen die Verantwortung. Dann könnten wir uns verabschieden. Foren würde es dann auch nicht mehr geben.
Das beste kommt aber noch: Die Provider stehen dann in der Pflicht, jeden Inhalt des Webs aus dem Ausland zu filtern.
Ähm, ja. Ich sag mal nichts dazu.
Ich glaub ich setz schonmal den Toggolino Club als neue Startseite…

Was ist nur los mit der Welt? Lernt sie nie aus der Vergangenheit? Müssen wir uns an China orientieren?

Ich glaub ich zieh nach Namibia, da haben die solche Sorgen noch nicht.

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz

http://www.wolfsoft.de/vbulletin/showthread.php?t=20492
http://blog.odem.org/2010/01/12/Arbeitsentwurf-JMStV–Stand-2009-12-07.pdf

Update:
Oh, anscheinend wurde die Gesetzesvorlage „entschärft“. Aber trotzdem, allein, dass man auf so eine Idee kommt, zeigt die Inkompetenz gewisser Personen.

 

Linux is for communists

Hach, was bin ich doch froh, dass die Dummheit noch nicht ganz auf dieser Welt augestorben ist.
Wie sonst könnten wir über die Ultrarechten der USA lachen?
Ich bin eben zufällig über einen Artikel eines „Kollegen“ aus dem Jahr 2006 gestoßen.
Der Autor des Artikels ist der Ansicht, wir Eurpäer würden die amerikanische Computer Branche hassen und versuchen mit Linux die Kontrolle über die amerikanischen Computer zu erlangen.

Like all the greatest American engineering, it’s an example of innovation that makes a growing group of European and Chinese hackers jealous. They hate our lead in computing technology and will stop at nothing until they have control of all of our computers. I’m talking about a project called ‘Linux’, something you may not have encountered, but might do some day.

Wie alle genialen amerikanischen Erfindungen, ist es ein Beispiel für eine Innovation, die eine größerwerdende Gruppe von europäischen und chinesischen Hackern eifersüchtig macht. Sie hassen unsere Führung der Computer-Technologie und werden mit nichts aufhören, bis sie die Kontrolle über all unsere Computer haben. Ich rede über ein Projekt mit dem Namen „Linux“, manche haben vielleicht schon von gehört, andere werden vielleicht noch von hören.

Ich möchte jetzt nicht weiter auf den Artikel eingehen, das wurde ja schon wunderbar gemacht.
Der Blog wird bei mir im FF 3.6 schlecht formatiert angezeigt, warum das so ist, weiß ich nicht, spielt auch keine Rolle, passt für mich irgendwie aber auch zu den netten Autoren dort.
Jedenfalls, rechts hab ich dann noch schnell einen Link mit dem Titel Ubuntu gesehen.
Da geht es weiter mit der Linux-Hetze.

It looks almost exactly the same as the previous version lacking any of the visual style, reliability and advanced features of the industry standard Windows Vista.

Es sieht ganz danach aus, als fehle jeder visuelle Style, jede Zuverlässigkeit und alle erweiterten Features des Standards der Industrie: Windows Vista.

Ganz ehrlich? Ich sehe das genau andersrum.

We decided to look under the hood of Linux to see if this ‘Samizdat’ operating system concealed any notable secrets. According to the anonymous ?.t.xt? file that came with the disk this OS had a new feature called ?Completely Fair Scheduler? – after a great deal of research we were able to conclude that this was an attempt to bring the principles of Marxism onto your PC. The Linux nerds are upset that some people have faster computers than others, so this new feature takes processing power from fast computers and donates them to people who have slower computers.

Wir haben uns dazu entschieden, einen Blick unter die Haube dieses „Samisdat“-Betriebssystemes um zu sehen, ob es irgendwelchen verborgenen Geheimnisse hat. Nach der beiligenden anonymen „t.xt“-Datei, hatte das BS ein neues Feature namens „Completely Fair Scheduler“ – nach etwas Nachforschung waren wir in der Lage daraus zu schließen, ist das ein Versuch, die Prinzpien des Marxismus auf den PC zu bringen. Die Linux Nerds sind darüber aufgebracht, dass manche Leute schnellere Computer als andere haben, dieses neue Feature nimmt Rechenleistung von schnellen Computer und spendet sie zu Leuten, welche einen langsamen Computer haben.

Jetzt dreht er völlig durch, angeblich hat er sich ja informiert. Blöd nur, dass CFS was komplett anderes ermöglicht.

Finally we notice that Ubuntu Linux is the first OS to come bundled with software that runs Bit-torrent: As we previously reported this is software used by European pirates to rip off American industry and steal bandwidth from telcos to distribute porn. Once again we should compare Window’s sensible bundling strategy, in which only basic system tools such as a web-browser are integrated into the core-operating system. What on earth possessed the Linux kernel developers to add ?low-level? support for BitTorrent, unless of course this is a European plan to incriminate us all.

Außerdem bemerkten wir, dass Ubuntu Linux das erste Betriebssystem ist, in das direkt BitTorrent-Software gepackt ist: Wie wir vorher schon berichtet haben, wird diese Software von Europäischen Piraten benutzt um die amerikanische Industrie zu schädigen und um Bandweite zum Veröffentlichen von Pornos zu stehlen. Wieder einmal sollten wir Windows sensible Software Strategie betrachten, dort werden nur Tools wie ein Webbrowser direkt in das Kern-System integriert. Was hat die Linux Kernel Entwickler dazu gebracht, „low-level“ Support für BitTorrent zu betreiben?

Und wieder die bösen Europäer mit ihrem bösen BitTorrent.

So, jetzt aber genug Zitate.

Witzig finde ich übrigens, dass der Server tatsächlich noch immer unter Linux läuft. Auch die kleine Liste mit den Präsidentenkandidaten ist nicht ganz unlustig.
Ich starte gleich meinen PC mit dem Betriebssystem der UK-Terrorzelle Canonical und schau auch mal auf unserem Server mit dem selben OS vorbei.


Ergänzung:

Wow, er benutzt also auch Pidgin als Messenger! Dieser böse linke Terrorist!
Man sehe sich die Schnellstartleiste an.

Our blog (the one you are reading right now) is hosted on windows vista.

Es gibt eine Windows Vista Server Edition? Echt?

Ich hab noch schnell die Zitate grob übersetzt 😉

Links:

http://klti.de/blog/2006/05/01/linux-kommunisten-nazi-kram

http://shelleytherepublican.com/2006/04/20/linux-a-european-threat-to-our-computers-by-tristan.aspx
http://shelleytherepublican.com/problems/the-definitive-review-of-ubuntu-linux-804-hardy-heron
http://www.linux-foundation.jp/uploads/seminar20080709/lfjp2008.pdf
http://www.shelleytherepublican.com/phpinfo.php

 

Was hat Apple gegen Flash?

In letzter Zeit ist es wieder ein „Hot Topic“ geworden – was hat Apple eigentlich gegen Flash? Steve Jobs bezeichnet Flash als eine alte Technologie, als CPU-Fresser, als Batterie-Killer oder auch als häufigen Absturzgrund eines Macs. Doch warum unterstützt das „normale“ Mac OSX doch Flash (bzw. es lässt sich darauf installieren) und das mobile Mac OSX (iPhone, iPad, …) nicht?

Persönlich bin ich der Meinung, das Apple Angst um seinen App-Store hat. Dort werden nämlich viele Apps/Spiele (kostenpflichtig) angeboten, die aber genauso über ein Flashgame-Portal eigentlich kostenlos und ohne Installation spielbar wären. Sollte Apple also Flash auf das iPad oder das iPhone bringen, bestünde die Gefahr, dass viele Nutzer keine Apps mehr kaufen und anstattdessen Flash-Applications benutzen. Deshalb ist es doch recht nachvollziehbar warum Apple kein Flash auf ihre mobilen Geräte lässt, oder? 😉

 

Linux: Prozess im Hintergrund starten

Hallo,

ich wurde gestern gefragt wie man mit Linux ein Prozess im Hintergrund startet. Hier nun die Antwort:

Um einen Prozess über die Linux Konsole im Hintergrund zu starten reicht es ein „&“ an das Ende eines Kommandos zu hängen – dies würde dann beispielsweise bei einem python-script so aussehen:

Nun bekommen wir aber das Problem, das der Prozess weiterhin die Ausgaben in die gleiche Konsole schreibt. Um dies zu unterbinden können wir die Ausgabe einfach umleiten:

Hier werden Fehler nach /dev/null umgeleitet und Ausgaben nach /home/agrafix/output.txt geschrieben.

Um nun ein Programm welches im Hintergrund läuft zu beenden muss man die ProzessID wissen. Diese wird übrigens ausgegeben wenn man ein Prozess erfolgreich im Hintergrund gestartet hat. Wenn man die Prozess-Id nicht weiß, kann man sie mit pidof erfahren:

Nun bekommt man die ProzessID zurückgegeben. Um den Prozess jetzt zu killen kann man wie folgt verfahren:

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen 😉

 

Review: Snaptu App

Hallo zusammen,

nach langer Zeit hört ihr nun mal wieder was von mir 😉

Gestern war ich auf der Suche nach einer App zum twittern für mein Handy (Samsung GT S5230 Star), ich habe sehr lange die Ergebnisse von Google durchstöbert wo ziemlich viel unbrauchbares dabei war, doch dann bin ich in einem Forum auf eine App namens Snaptu gestoßen. Darauf hin habe ich die Website vom App Entwickler aufgesucht und mir ein paar Screenshots und Videos zu der App angesehen, die mir sehr gefallen haben. Ich habe mir dann die App geladen und installiert, was überraschend einfach ging, da ich es gewohnt war Java Applets über ein Programm namens LiteFTP zu installieren wo man dann über einen sehr umständlichen weg die App freigeben muss damit das Handy sie erkennt. Doch dieses mal musste ich nur mit meinem Handy auf die download Seite von Snaptu gehen, dort kam dann eine Meldung die ich bestätigen musste und die App wurde installiert.

So nun zur App:

Wie schon oben gesagt ich benutze die App hauptsächlich zum twittern, man kann damit allerdings auch viele anderen Sachen machen z.B. kann sie auch für Facebook und Flickr benutzen, sie hat einen Feed Reader, einen Weatherchannel, Underground Pläne von London und vieles mehr. Es sind quasi mehrere Apps in einer verbaut.

Snaptu Menü

Auf diesem Bild ist das Hauptmenü von Snaptu zu sehen. Unter Einstellungen kann man es beliebig anpassen, z.B. Apps hinzufügen oder entfernen.

ansicht der Twitter App

In diesem Bild ist das Menü der Twitter App zu sehen. Die Beiträge habe ich aus Datenschutzgründen mit weiß übermalt. Ich persönlich finde die Twitter App von Snaptu sehr gut, da sie recht schnell ist und ein nettes User Interface hat. Die Facebook App ist fast genau so aufgebaut nur halt in Facebook farben.

Im großen und ganzen gefällt mir diese App sehr gut, da sie sehr schnell arbeitet, ein nettes Layout hat und auf fast jedem Handy was Java unterstützt klappt.

Wenn ihr die App auch haben wollt könnt ihr sie auf  http://snaptu.com/ downloaden, dort könnt ihr euch auch noch einige Videos und Screenshots mehr ansehen. Zum direkt download müsst ihr einfach mit eurem Handybrowser auf http://m.snaptu.com/ gehen dort werdet ihr dann Schritt für Schritt durch die Installation geführt. Die App ist absolut kostenlos, also keine Angst es fallen nur die Internet kosten an wenn ihr keine Flat habt

Ich hoffe euch hat mein Review gefallen. Falls ihr fragen haben solltet schreibt sie einfach in die Kommentare rein 😉

Gruß

Buster

 

Sorgen über micro-SIM sind unberechtigt!

Bis zur Vorstellung des iPads war das micro-SIM Karten Format noch unbekannt. Als Steve Jobs jedoch ankündigte, dass das iPad mit einer micro-SIM ausgestattet werden muss um die 3G – Variante des iPads nutzen zu können, machte sich vor allem in den Ländern außerhalb der USA die Angst breit, dass bis zur Erscheinung des 3G iPads im jeweiligen Land keine micro-SIM verfügbar sind.

Bis jetzt ist nur für die USA sicher, dass die micro-SIMs zum Erscheinungstermin des 3G iPads verfügbar sind. So haben dort unter anderem AT&T, T-Mobile, Orange und O2 angekündigt micro-SIM karten herzustellen.

Jedoch kann Entwarnung gegeben werden: Die Chips auf den micro-SIM und der mini-SIM sind die selben. So kann auch in Deutschland mit ein wenig Bastelarbeit eine micro-SIM hergestellt werden.

Vorteil der micro-SIM ist vor allem die geringe Größe. So konnte die Abmessung von der mini-SIM zur micro-Sim von 25x15mm auf 15x12mm reduziert werden. Das bedeutet, dass die micro-SIM nicht einmal halb so viel Fläche braucht wie eine mini-SIM.

Nun steht der Einführung des 3G iPads auch in Deutschland nichts mehr im Wege.